Sonntag, 3. Januar 2021

Nachtrag nach mehr als 10 Jahren

 "Aboriginals - Aborigines"  - Zur Klärung einer Bezeichnung

Im vergangenen Jahrzehnt hat sich viel getan im Blick auf "Aboriginal Australians" oder besser "Indigenous Australians". Wikipedia schreibt:

"Das Wort Aborigine (aus dem lateinischen ab origine „von Beginn an“) bedeutet im Englischen allgemein Ureinwohner; als Name speziell für die Ureinwohner Australiens wurde es erstmals 1803 schriftlich dokumentiert; inzwischen gilt Aborigines im Englischen als abwertend und wird durch Aboriginal ersetzt. Selbst bezeichnen sich Aborigines meist in ihren jeweiligen Sprachen, zum Beispiel Koori im Südosten Australiens oder Anangu im Zentrum. In englischer Sprache nennen sie sich black fellas. Die deutsche Sprache benutzt weiterhin den Begriff Aborigine."

Aboriginal Flag
Ich habe im Blog meist die Bezeichnung "Aboriginals" verwandt, so wie ich es von Westaustraliern immer gehört hatte. Über die Unterschiede der Bezeichnungen war ich mir damals nicht bewusst. Die Sensibilität für das kolonialistische Erbe und die fortwirkenden Dominanz westlich-weißer Perspektiven im Blick auf indigene Völker ist gewachsen. Vor allem in Australien selbst hat ein lang andauernder, schmerzhafter Prozess des Umgangs mit der eigenen kolonialen Vergangenheit (Benachteiligung, Herabwürdigung. Assimilation und Ausrottung der Urbevölkerung) eingesetzt.

Es wäre gut, sich auch als Tourist mit diesem Thema auseinanderzusetzen; man ist als Besucher Australiens Gast in einem Kontinent mit eigener Geschichte und Kultur - mit allen Brüchen, aber eben auch Aufbrüchen und Neuausrichtungen, wie es gegenwärtig geschieht.

Nicht nur aus westlicher Perspektive informiert die Webseite "Australians together" über die Indigenous People, ein Bildungsprojekt einer zivilgesellschaftlichen Non-Profit-Organsisation Australiens. Ansonsten bietet der englischsprachige Artikel der Wikipedia über Indigenous Australians einen Einstieg und Überblick.

Sonntag, 7. Juni 2009

FINALE


Bike the Golden Gate Bridge - 
ein Wetter wie im Film!

Have fun!


(Was hat dieses Blog mit Beethovens Symphonien gemeinsam? - Immer wenn man denkt, es ist zu Ende, kommt doch noch etwas...)

Samstag, 6. Juni 2009

Die letzte Station


Dies ist nun meine letzte Station, San Francisco, California, deutlich spürbar auch daran: Die Voucher sind alle verbraucht. Von hier aus geht es dann Anfang der Woche heimwärts nach Deutschland. Die paar Fotos sollen eigentlich nur zeigen, welches Glück ich hier wieder einmal mit dem Wetter habe, denn entgegen den Prognosen ist es heute sonnig und warm. Es war für mich ein Tag zum Bummeln, Rumschauen, den Hafen und die Bay Genießen (eine Bay Cruise musste bei dem schönen Wetter einfach sein), danach noch ein bisschen shoppen und mir nun überlegen, wo ich denn heute Abend Dinner haben will. Die Auswahl ist groß, aber wahrscheinlich fahre ich zur Columbus Ave. ins italienische Viertel: ein Schlemmer - Paradies.


Ansonsten kann ich nur auf die schöneren Bilder vom September 2007 verweisen; heute wollte ich eigentlich gar nicht mehr fotografieren und hatte nur für alle Fälle die kleine Lumix bei mir. In SanFran scheint übrigens halb Europa versammelt, denn Busse mit spanischen, deutschen und französischen (oder kanadischen?) Touristen bevölkern die Touri-Meile am Pier 39. Mir ist das eigentlich jetzt alles gleich, ich genieße es hier und denke mir: Es war völlig richtig, den Abschluss deiner großen Reise hier in SanFran zu haben. Es passt. Es hat alles gepasst. Ich freue mich und bin sehr dankbar.

Donnerstag, 4. Juni 2009

Maui im Westen


Der westlich Teil Mauis ist von eigener Schönheit, vor allem die rauhere Nordküste: üppiges Grün, tief eingeschnittene Täler und Buchten, markante Berge (Kahakuloa Head) und ein vulkanisch geprägter Norwestzipfel: Nakalele Point. Weiter nach Südwesten wird es zusehends trockener und brauner, nur die Golfplätze und bewässerten Palmenalleen sind grün. Dort liegen die exklusiven Bettenburgen von Kapalua bis Ka'anapali: Ritz-Carlton, Hilton usw. An die guten Strände dort kommt man kaum ran. Es sieht aber so scheußlich exklusiv aus, dass dort sowieso kein normaler Mensch baden möchte, denke ich. Die Reichen und Schönen sind gerne unter sich. Jedenfalls hat dieser Küstenstreifen von ca. 20 km Länge bestimmt die höchste Dichte an Golfplätzen in den USA.

Lahaina ist dann wieder schön, ein richtig attraktiver und lebendiger Küsten- und Badeort mit vielen Galerien, Boutiquen, Restaurants, Bars und Bistros. Es hat sich herausgemacht und vergrößert in den letzten Jahren, seinen Charme aber behalten. Die schöneren Strände und das gemütlichere Leben gibt es aber eindeutig in - Kihei! Und dort feiere ich heute von Hawaii Abschied.

Mittwoch, 3. Juni 2009

Haleakala total


Die Unternehmung heute war ein würdiger Abschluss meiner Reise und passte genau zu all den vielen Erlebnissen, die ich in Australien gemacht habe. Heute war ich mit einem längeren Hike auf dem Haleakala unterwegs, genauer im Krater. Es war "marvelous"! Eine, phantastische Landschaft empfing mich dort mit unglaublichen Ausblicken und Eindrücken, dem nötigen Nervenkitzel, jede Menge toller Fotomotive und einer körperlich sehr anstrengenden 6 stündigen Wanderung zwischen 2600 und 3000 m Höhe in tropischer Sonne. Ich hatte alles "bedeckt", nur Nase und Hände waren frei. Es war einfach unbeschreiblich, auch hier geben die Bilder kaum annähernd wieder, was man dort sieht, wahrnimmt, riecht, hört (nämlich kaum etwas, kaum Insekten, keine Vögel, weil kein Wasser dort oben ist), aber eine duftende und in Farben schwelgende Flora, siehe die Farne! Ganz anders der obere Teil des Kraters mit seinen typischen Mondlandschaften, sehr eindrucksvoll, sehr staubig und sandig, sehr heiß und sehr, sehr mühsam zu gehen... Alles zusammen war ein großartiges Erlebnis; der Haleakala gehört zu den absoluten Highlights meiner Reise. Ich war dort auf eigene Faust unterwegs, so wie ich es am liebsten mache; der Nervenkitzel kommt dann ganz von alleine, wenn man einsam inmitten dieser überwältigenden Kraterlandschaft und seinen bizarren Randfelsen steht und sich nur noch als kleiner Wurm vorkommt. Es war zu schön, dies so erlebt und bewältigt zu haben.

Abends folgte wieder ein wunderschöner Sonnenuntergang (die Fotos hier sind allerdings von gestern) und ein exzellentes Dinner. Das war doch wohl das Mindeste...

Road to Hana


Wer gerne kurvenreiche Straßen fährt, Alpenpässe gewohnt ist oder kleine Riviera-Straßen kennt, der ist hier richtig: Die "Road to Hana" ist legendär, gerade auch wegen der atemberaubenden Aussichten und der tollen Landschaft im Nordosten Mauis. Genießt die Fotos, wie ich heute diesen Teil der Insel und vor allem den Ort Hana selbst (ausnahmsweise im Sonnenschein, weil es wegen der eigentümlichen Wetterlage heute keine Passat-Wolken gab) genossen habe! Die Hana Ranch sollte man dabei unbedingt besuchen: urig, tolle Aussicht und eine rein hawaiianische Staff, rein weiblich zudem. Überhaupt ist hier auf Maui fast alles im Tourismus fest in hawaianischer Hand, eine sehr positive Entwicklung, wie ich finde.

Dienstag, 2. Juni 2009

Haleakala - der Vulkan auf Maui


Maui ist einfach wunderschön, und der Haleakala (gilt als aktiv, zuletzt 1790, das ist erdgeschichtlich gerade eben) überaus beeindruckend - seht selbst. Hawaii ist einfach immer wieder eine Reise wert, das Klima, die Landschaft, das Licht, die Menschen und der Strand (insbesondere der Kama'ole Beach) sind wirklich etwas ganz Besonderes. Nach der langen Reise durch Australien hier nun auch noch sein zu können ist für mich wirklich wie das Häubchen Sahne auf der Torte. Und entspannen heißt für mich hier: nichts mehr besonders planen, den Tag nutzen und das machen, wozu ich Lust habe. Maui bietet so viel! Da würde es einem auch nach einer Woche kaum langweilig. Aber war schreibe ich so lange - seht euch doch die Fotos an!