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Freitag, 8. Mai 2009
Whalesharks - wow!
Gestern gabe es einige Überraschungen. Ich traf morgens auf der Fahrt von Coral Bay her kurz vor Exmouth auf die Cape Range Tagestour, die ich eigentlich heute machen wollte, die aber verlegt wurde. Ich war in längere Nebenstraße abgebogen, um einen besonderen Lookout zu erreichen, der im Reiseführer erwähnt wurde. Dort traf ich eine Tour-Gesellschaft - „meine“, die ich eigentlich nicht erreichen konnte! Ich habe mich ihr spontan angeschlossen und das Auto später abgeholt. Von da an war der Tag ereignisreich; die Tour dauerte bis zum Sonnenuntergang gegen 6 Uhr am Leuchtturm – und dann noch die Heimfahrt nach Exmouth. Ich kam also erst ziemlich spät im Hotel hier an, ziemlich groggi, aber sehr glücklich, denn es war eine tolle Tagestour mit einem Tour Guide, der als westaustralischer Charakter fast fernsehreife Auftritte gab. Dazu die wild-romantischen Cape Ranges und die unglaublich schönen Strände – irgendwann werden die Bilder dazu im Netz zu sehen sein. Ein Höhepunkt war die Flussfahrt auf dem Yardie Creek in den Canyon hinein, mit Mangrovenbüschen und Fels-Wallabies. Dabei traf ich auf ein paar Deutsche, die extra wegen der Wahlhaie nach Exmouth gekommen waren. Da habe ich ich wiederum spontan entschieden, mich noch rasch bei einer Whaleshark Watching Tour heute anzumelden. Heute früh um halb 8 Uhr wurde ich am Hotel abgeholt.
Was soll ich sagen, es sprengte alles Vorstellbare. Es war großartig, wahnsinnig, einmalig! Da schwimmt man nur ganz wenige Meter neben diesen Riesenhaien her, schnorchelt durchs Wasser fast auf Hautkontakt-Nähe. Davor halten einen aber die tour guides ab, denn das Berühren der Fische ist wegen der Ansteckungsgefahr (dass Menschen die Haie infizieren!) für die Tiere zu gefährlich. Unglaubliche Erlebnisse! Nicht nur einen Wahlhai gab es dort fast an der Oberfläche zu sehen, es waren viele. Der größte, den wir ganz dicht sahen, war 10 – 12 m lang. WOW – welch wunderschöne Tiere. Der Bestand wird weltweit nur noch auf 600 Tiere geschätzt. Der Mensch: Das größte Raubtier und der schlimmste Feind der wunderschönen Wahlhaie. Es war wirklich ein unglaublich eindrucksvoller Tag. Wir gingen zum Schnorcheln bei den Haien so oft ins Wasser, bis wir kaum mehr schwimmen konnten vor Erschöpfung. Es war einfach „awesome“. Zum Glück bekam ich auch einen Wahlhai vom Boot aus prima vor die kleine Lumix-Kamera: Auch diese Fotos werden irgendwann im Picasa-Album und im Blog zu sehen sein!
Was diese zwei Tage in Exmouth gebracht haben, hätte ich mir vorher nicht träumen lassen!
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Mittwoch, 6. Mai 2009
Ningaloo, Ningaloo
Die Ningaloo Reef Explorer Tour war klasse. Wasser traumhaft türkis und warm, die Korallenbänke ganz dicht an der Küste, toller Katamaran, der auch richtig segelte, sehr nette kleine Gruppe, viel Spaß und Ruhe und tolles Schnorcheln. Ich hab das zum ersten Mal gemacht (am Great Barrier Reef war ich scuba diving), und es war toll und hat mir sehr gut gefallen; sollte ich öfter machen. Die Korallen waren so ungeheuer nah, man musste um sie herum schwimmen, mitten zwischen all den bunten Fischen und Schwärmen. Auf einmal war da auch ein Riff-Hai, ca. 1,20 m lang, der versteckte sich im Schatten eines Riffs; als wir ihm zu dritt zu nahe kamen, haute er schnell ab. Auch eine neue Erfahrung: snorkeling zwischen Haien! Auf den Fotos, wenn sie denn im Web zu sehen sein werden, sind all die dunklen Schattierungen im türkisfarbenen Wasser hier Korallenbänke. Das “boomnet“ war ein reiner Spaß: Man legte sich in das große Netz hinter dem Boot, und dann ging der Katamaran mit hoher Geschwindigkeit ab: whirlpool hoch 10. Danach in der Sonne relaxen vor dem nächsten Schnorchelrevier. Ein wirklich fantastischer Tag, den ich nun erst mal im Schatten verbringen und bei einem guten Dinner mit einem feinen Wein (Shiraz, SA) ausklingen lassen will.
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Dienstag, 5. Mai 2009
Blasende Löcher
Hu, mein gestrige Bericht war einigen doch ein bisschen zu heftig? Gehört dazu, obwohl ich ja sonst lieber Positives beschreibe, erstens weil das gelegentliche Negative nicht der Erwähnung wert ist, zweitens weil ich ein sonniges Gemüt habe und aus allen Gegebenheiten dieser Reise das Beste machen möchte. Es gab durchaus auch schon mal ein schlechteres Motel, aber das nächste war dann wieder spitze, so what?
Thema Essen und Trinken. Man kann in Australien sehr gut essen; die Küche ist meist vielseitig und am Meer natürlich dadurch geprägt. Was ich bisher an Seafood gegessen habe, war super. Bei Steaks war es unterschiedlich, wie Rindviecher halt sind... Erstaunlich finde ich, dass die Ozzis offenbar Müsli mögen, denn bei Woolworth (Lebensmittel) fand ich verschiedene Hersteller und sogar Großpackungen, teilweise mit deutschem Umlaut, meist aber „Muesli“ geschrieben. Gehört jetzt zu meiner Grundausstattung fürs Frühstück, sehr schmackhaft. Frisches Obst und Salate werden überall reichlich angeboten, man liebt Rohkost. Überhaupt scheinen die Westaustralier auch auf der Gesundheitswelle zu schwimmen, denn „eco“ und „organic“ ist überall in den Supermärkten breit vertreten. Das ist also dem Deutschen alles sehr vertraut.
Zum Trinken, speziell Alkohol: WA hat offenbar recht restriktive Gesetze, schrieb ich schon; Alkohol gibt es nur in „Bottleshops“. Die sind auch im kleinsten Ort vertreten, auch auf Caravan Parks, sind gut ausgeschildert (!) und haben die halbe Nacht auf. Neu für mich sind hier die „bottlemarts“ mit drive-through- Schalter, damit man für die Sixpacks Stubbies gar nicht erst auszusteigen braucht. Die „Stubbies“ sind auch eine australische Lieblingsflasche, eine gedrungene „Stubsflasche“ mit 375 cl. Dafür gibt es zum Kühlhalten aus Kunststoff die sog. „Stubby Holder“, siehe letztes Foto der heutigen Serie (wenn die denn irgendwann ganz hochgeladen ist). Die sind auch als Souvenirs sehr beliebt; ich habe mir einen solchen vom Old Pearler Restaurant gekauft, wie man sieht.
Coral Bay ist eine Badespaß- und Fun-Oase mit Resorts und Caravan Parks, mit der Hauptattraktion des nahen Ningaloo Riffs. Das werde ich also morgen auf einer 4-Stunden-Cruise erleben, bin gespannt.
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